Eine Studie aus den USA hat ergeben, dass Genesene, die nicht geimpft sind, auch noch nach 20 Monaten Antikörper im Blut haben. Die 816 Probanden wurden demnach zuvor in drei Gruppen eingeteilt: Die erste Gruppe meldete sicher ein positives Testergebnis, die zweite Gruppe glaubte, Covid-19 bereits gehabt zu haben, hatte sich aber nicht testen lassen. Die dritte Gruppe glaubte, noch nie mit dem Coronavirus infiziert worden zu sein.

Das Ergebnis: Bei 99 Prozent der ersten Gruppe – also die, die eine definitive Covid-19-Infektion meldete – wurden Antikörper auch noch nach 20 Monaten nachgewiesen. In der zweiten Gruppe waren es 55 Prozent. Bei denen, die sich sicher waren, noch nie infiziert worden zu sein, wurden bei elf Prozent der Untersuchten Antikörper in dem besagten Zeitraum dokumentiert.

Studien über Auswirkungen auf öffentliche Gesundheit nötig

Die Studienteilnehmer waren im Durchschnitt 48 Jahre alt und wurden 20 Monate lang beobachtet. Die Wissenschaftler von der Abteilung für Chirurgie an der Johns Hopkins University School of Medicine in Baltimore machen darauf aufmerksam, dass „Antikörperspiegel allein nicht direkt mit der Immunität gleichzusetzen sind“. Dies sei eine der Einschränkungen der Studie.

Zudem wurden die Daten in der Zeit vor der Omikron-Variante erhoben. Die Studienautoren werten die Ergebnisse jedoch als „ermutigend“. Überdies empfehlen die Wissenschaftler „weitere Überlegungen“ zu den möglichen Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit.

Auch das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in Deutschland hatte Anfang des Jahres eine Studie zur Dauer der Nachweisbarkeit von Antikörpern – mittels Gesamtantikörpertests – veröffentlicht. Eine der nach Angaben des PEI wichtigen Erkenntnisse lautete: „Antikörper konnten dabei über mehr als 430 Tage nach der Infektion nachgewiesen werden, ohne dass ein Endpunkt absehbar war.“ Im Januar hieß es in einer Mitteilung, die Ergebnisse könnten „helfen, die Dauer eines möglichen Immunschutzes gegen SARS-CoV-2 zu bestimmen“.