WashingtonDie Deutsche Bank zahlt im Rahmen eines Vergleichs mit US-Behörden 130 Millionen Dollar, um einem Strafverfahren wegen Bestechlichkeit sowie Betrugs im Handel mit Edelmetallkontrakten zu entgehen. Zudem verpflichtete sie sich offiziellen Angaben zufolge dazu, mit den Ermittlungsbehörden zu kooperieren.

Laut US-Justizministerium sollen sich Mitarbeiter der Deutschen Bank mit einem saudi-arabischen Berater zusammengetan haben, um eine Schmiergeldzahlung in Höhe von mehr als einer Million Dollar vorzunehmen. Die Bank habe den Vorgang „wissentlich und willentlich“ falsch dokumentiert. In einem weiteren Fall ging es den Angaben des Ministeriums nach um die Zahlung von mehr als drei Millionen Dollar an einen Berater aus Abu Dhabi – „ohne Rechnungsstellung“.

Weitere Vorwürfe der Justiz beziehen sich auf Preismanipulationen von Experten der Deutschen Bank in New York, Singapur und London im Handel mit Edelmetallkontrakten. Die Vorfälle sollen sich zwischen 2008 und 2013 ereignet haben. Ein Sprecher sagte: „Wir übernehmen Verantwortung für diese Vorgänge, die sich zwischen 2008 und 2017 ereignet haben.“ Das Unternehmen habe bereits „beträchtliche“ Maßnahmen zur Schadensbehebung ergriffen, darunter die Einstellung von Mitarbeitern und eine technologische Modernisierung zur Begegnung struktureller Mängel.