WashingtonIn den USA steigen die Neuinfektionen binnen 24 Stunden weiterhin stark an. Die Johns Hopkins Universität vermeldete zuletzt 201.961 neue Fälle. Laut einer Studie geschehen die meisten dieser Neuinfektionen an sogenannten „Superspreader“-Orten wie Cafés, Restaurant oder Fitnessstudios.

Zudem hat die Zahl der Covid-19-Patienten in Krankenhäusern nach Medienberichten mit mehr als 60.000 einen Höchststand erreicht. Insgesamt wurden am Dienstag (Ortszeit) landesweit 61.964 Menschen mit dem Virus in Kliniken behandelt, meldeten mehrere US-Medien unter Berufung auf Daten des Covid Tracking Project. Damit habe sich dieser Wert seit September etwa verdoppelt und übertreffe nun auch den zu Beginn der Pandemie erreichten Höchststand von Mitte April (59.940). Ein zweiter Höhepunkt im Sommer hatte diesen Rekord demnach nur knapp verfehlt.

Während die Zahl der Patienten weiter steige, fehle es an medizinischem Personal, um mehr Krankenhausbetten bereitstellen zu können, schrieb die „New York Times“. Auf Intensivstationen werden dem Covid Tracking Project zufolge derzeit knapp 12.000 Menschen behandelt. Diese Wert war im April mit rund 15.000 höher.

In den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern hatte die Zahl der Coronavirus-Infektionen seit Beginn der Pandemie am Montag die Marke von zehn Millionen überstiegen. Auch die Zahl der Neuinfektionen  erreichte laut Johns Hopkins Universität ein neues Rekordkoch. Binnen 24 Stunden wurden 201.961 Neuinfektionen gezählt. Der bisherige Höchststand mit rund 127.000 Neuinfektionen wurde am Sonnabend verzeichnet. Der aktuelle Anstieg kann jedoch auf die verspätete Ermittlung der Daten durch das Wochenende erklärt werden. Die Zahl der Corona-Todesfälle in den USA stieg auf 239.588, teilte die Johns Hopkins Universität mit.

Laut einer Studie der amerikanischen Universität Stanford verursachen „Superspreader“-Orte wie Restaurants, Fitnessstudios und Cafés einen Großteil der Coronavirus-Infektionen. Dies zeigen die Wissenschaftler anhand eines Computermodells, unter anderem auf Basis demografischer Daten, epidemiologischer Schätzungen und anonymer Handydaten, im Fachjournal „Nature“. Das Modell analysiert, wo Menschen den Tag über hingehen, wie lange sie jeweils bleiben und wie viele andere Menschen am selben Ort sind – und fand überall dort die meisten Infektionen, wo sich mehrere Menschen in geschlossenen Räumen über längere Zeit aufhalten.

Das Computermodell könne künftig Behörden beim Kampf gegen eine weitere Verbreitung des Virus unterstützen, so die Forscher.