New York - Der Online-Kreditgeber Better.com hat vergangene Woche 900 Mitarbeitenden gekündigt. Als alle Betroffenen in einem gemeinsamen Zoom-Call waren, habe CEO Vishal Garg die  – für viele schockierende – Nachricht verkündet. „Wenn Sie bei diesem Anruf dabei sind, gehören Sie zu der unglücklichen Gruppe, die entlassen wird. Mit sofortiger Wirkung.“ Mehrere internationale Medien berichten über die Kündigungspraxis von Better.com. In den sozialen Netzwerken wurde die Entlassungswelle kurz vor Weihnachten mit den Worten „kalt“, „hart“ und mit „ein furchtbarer Schritt“ kommentiert, berichtet die BBC.

Grund für die Massenkündigung sei gewesen, dass „mindestens 250 der entlassenen Personen durchschnittlich zwei Stunden täglich gearbeitet haben, aber für acht Stunden oder mehr bezahlt wurden“, zitiert das US-Wirtschaftsmagazin Fortune aus einer firmeninternen Mail. Zuvor hätte Better.com die Produktivität seiner Angestellten mittels Datenanalyse ermittelt. „Die haben von euch gestohlen und ebenso haben sie von den Kunden gestohlen“, soll Garg geschrieben haben, um sich vor den verbliebenen Mitarbeitenden zu rechtfertigen.

Doch auch für die Verbliebenen werden die kommenden Monate nicht einfach, berichtet Business Insider. Garg habe bereits angekündigt, eine neue Vision für Better.com zu verfolgen. Das Unternehmen solle um ein Zehn- wenn nicht sogar Hundertfaches wachsen. Dafür wolle der CEO „ehrgeizigere und skrupellosere Arbeitskräfte als zuvor“, berichtet das Nachrichtenportal.