Baltimore - In den USA breitet sich das Coronavirus weiter rasant aus. Am Dienstag meldeten die Behörden binnen eines Tages 215.586 bestätigte Neuinfektionen, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Mittwochmorgen (MEZ) hervorging. Am gleichen Tag der Vorwoche waren es rund 180.000 gewesen. Der bislang höchste Wert war am Freitag mit 227.800 neuen Fällen verzeichnet worden. Die Zahl der binnen eines Tages erfassten Toten blieb am Dienstag mit 2534 vergleichsweise hoch. Der Höchstwert war am Donnerstag mit 2879 Toten registriert worden.

Nach dem Feiertag Thanksgiving Ende November und mit Blick auf Weihnachten befürchten Experten wegen Reisen und Familientreffen eine landesweite Zunahme der Infektionen. Nach Angaben des Covid Tracking Projects bewegt sich die Anzahl der Covid-19-Patienten in US-Krankenhäusern seit Anfang Dezember erstmals über der Schwelle von 100.000. Das Projekt wurde im Frühjahr beim Magazin The Atlantic begonnen und sammelt Daten zur Pandemie in den USA.

Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 15,1 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 286.000 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen werden die Zahlen - unter anderem die der Neuinfektionen binnen 24 Stunden, aber auch die der Toten - nachträglich aktualisiert.