Heringsdorf - Einige Touristen haben sich an den Osterfeiertagen über das Urlaubsverbot in Mecklenburg-Vorpommern wegen der Corona-Pandemie hinweggesetzt. In etwa zehn Fällen haben die Behörden auf Usedom illegale Urlauber in Ferienwohnungen erwischt. Das geht aus einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) unter Berufung auf die Ostseezeitung hervor.

In zwei Fällen habe die Polizei Camper entdeckt, die mit ihrem Wohnmobil illegal am Straßenrand übernachtet hatten. Die anderen illegalen Urlauber seien in privat vermieteten Ferienwohnungen aufgespürt worden. Der Leiter des Usedomer Ordnungsamts, Bernd Meyer, sagte gegenüber der Zeitung: „Entweder wir bekamen Hinweise oder wurden selbst aktiv.“ Täglich gingen Anrufe und Mails von Anwohnern bei seinen Kolleginnen und Kollegen mit Verdachtsfällen von illegalen Urlaubern ein.

Urlaub ist in Mecklenburg-Vorpommern aufgrund der Corona-Einschränkungen verboten. Auch Tagestouristen dürfen weiterhin nicht in den Nordosten einreisen. Besuche der Kernfamilie, also etwa von Eltern und Kindern, sind hingegen weiterhin erlaubt.