Bei dem Anschlag am Breitscheidplatz im Dezember 2016 wurden zwölf Menschen getötet (Archivbild).
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DüsseldorfDer damalige V-Mann im Umfeld des mutmaßlichen Terroristen Anis Amri hat bestätigt, die Behörden mehrfach vor dem Tunesier gewarnt zu haben. Das bestätigte der Vorsitzende des Untersuchungsausschusses im nordrhein-westfälischen Landtag zum Anschlag auf dem Breitscheidplatz, Geerlings (CDU), der Deutschen Presse-Agentur.

Demnach habe der Mann mit dem Decknamen „Murat Cem“ gewusst, dass Amri sich mit Anschlagsplänen beschäftigte. Er habe diesem einen Anschlag auch zugetraut und diese Information weitergegeben. Von der Art und Weise des Anschlags und dem Zeitpunkt habe er selbst aber nichts gewusst.

Der ehemalige Polizeispitzel gilt als gefährdet, weil es Todesdrohungen aus der islamistischen Szene gegen ihn geben soll. Er ist Teil eines Zeugenschutzprogramms. Vor seiner Vernehmung gab es ein monatelanges Hin und Her.

Der Untersuchungsausschuss beschäftigt sich mit der Aufklärung der Abläufe und Hintergründe des Anschlags von 2016. Zuletzt gab es Zweifel, ob Anis Amri den Anschlag alleine ausgeführt hat.