Chalon-sur-Saône - In einem Aufsehen erregenden Prozess ist die Französin Valérie Bacot wegen der Tötung ihres gewalttätigen Ehemanns zu einer Haftstrafe von vier Jahren verurteilt worden. Davon wurden drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt, wie die Nachrichtenagentur AFP am Freitagabend aus dem Gericht in der südburgundischen Kleinstadt Chalon-sur-Saône berichtete. Da sie bereits ein Jahr in Untersuchungshaft verbracht habe, müsse die Mutter von vier Kindern nicht ins Gefängnis zurückkehren.

Bacot wurde über Jahrzehnte hinweg von ihrem Ehemann misshandelt. Er soll sie wiederholt vergewaltigt und zur Prostitution gezwungen haben. Der Fall sorgte in Frankreich für Aufsehen. In einer Internet-Petition forderten – Stand Freitagabend –weit über 700.000 Menschen Freiheit für die Frau, die lange gequält wurde. Das Urteil blieb hinter der Forderung der Anklage zurück, die für eine Haftstrafe von fünf Jahren plädiert hatte, davon vier auf Bewährung. Die Verteidigung forderte Freispruch.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.