Der Vater und das entführte Kind.
Foto: Polizei Schwerin

SchwerinEin Mann soll in Schwerin sein eigenes Baby entführt haben und untergetaucht sein. Seit dem 19. September fehlt von dem 29-Jährigen und seinem Kind jegliche Spur. Die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern fahndet unter Hochdruck nach dem Gesuchten.

Wie die Polizei mitteilte, soll der aus Tunesien stammende Mann seine aus Marokko stammende Lebensgefährtin am 19. September in einem Park im Wohngebiet Großer Dreesch zunächst tätlich angegriffen haben. Daraufhin soll er der leiblichen Mutter das gemeinsame Kind gewaltsam entrissen haben und geflüchtet sein. Das Sorgerecht für den Säugling soll laut Polizeiangaben bei der Frau liegen.

Trotz öffentlicher und europaweiter Suche mit mehreren Bildern der Beteiligten sei die Fahndung nach Polizeiangaben bisher ohne Erfolg geblieben. Weder Vater noch Säugling wurden bislang gefunden. Die Ermittler hätten aber mehrere Hinweise bekommen, denen noch nachgegangen wird.

Anfangs habe man noch die Hoffnung gehabt, dass er das Baby zurückbringen würde, hieß es von der Polizei. Als das nicht passierte und auch sonst kein Kontakt zustande kam, sei zusammen mit der Justiz eine öffentliche Fahndung ausgeschrieben worden. Seit Freitag werde der 29-Jährige europaweit per Haftbefehl gesucht. Die Fahndungsfotos zeigen einen bärtigen Mann und das mehrere Monate alte Kind.

Hinweise nehmen die Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Rostock unter der Telefonnummer (038208) 888 2222 und jede Polizeidienststelle sowie die Internetwache entgegen.