Venezuela: 22 Tote und mehr als 50 Vermisste nach Erdrutsch

Starke Regenfälle haben in Las Tejerías heftige Überschwemmungen und eine riesige Schlammlawine ausgelöst. Hunderte Familien verloren ihr Zuhause.  

Eine Frau weint, weil sie einen vermissten Angehörigen nicht finden kann. 
Eine Frau weint, weil sie einen vermissten Angehörigen nicht finden kann. AP/Matias Delacroix

Bei einem Erdrutsch in Venezuela sind mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 50 weitere Menschen würden vermisst, nachdem starke Regenfälle fünf Bäche in Las Tejerías zum Überlaufen gebracht hätten, sagte die venezolanische Vizepräsidentin Delcy Rodríguez am Sonntag zu örtlichen Medien. Laut Behördenangaben waren rund tausend Helfer im Rettungseinsatz.

Die Industriestadt Las Tejerías mit mehr als 50.000 Einwohnern liegt im Bundesstaat Aragua, rund 50 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Caracas. Der Erdrutsch vom Samstag habe „sehr große Schäden“ angerichtet, sagte Rodríguez. Reporter der Nachrichtenagentur AFP sahen vor Ort zahlreiche zerstörte Häuser. 1999 waren bei Erdrutschen im Bundesstaat Vargas rund zehntausend Menschen getötet worden.