Demonstration der Veranstaltungsbranche Mitte Juli.
Foto: dpa/Jörg Carstensen

BerlinDie Veranstaltungswirtschaft sieht sich durch die Corona-Krise in Existenznot und will am Mittwoch in Berlin demonstrieren. Wie das Bündnis #AlarmstufeRot mitteilte, wollen Initiativen und Verbände für sofortige Gespräche und finanzielle Hilfen auf die Straße gehen. Die Organisatoren erwarten nach eigenen Angaben 5000 bis 10.000 Teilnehmer bei der Demonstration in der Hauptstadt.

„Wir demonstrieren gegen die Art und Weise, wie die Regierung den sechstgrößten Wirtschaftszweig Deutschlands wissentlich kollabieren lässt und hinnimmt, dass Hunderttausende Unternehmen und Millionen von Existenzen vernichtet werden. Wir fordern einen Rettungsdialog mit der Regierung, um Wege und Lösungen zu diskutieren, wie die Veranstaltungswirtschaft die Phase der zurzeit notwendigen Maßnahmen wirtschaftlich übersteht“, heißt es in dem Demoaufruf auf Facebook. Und weiter: „Unsere Branche benötigt dringend eine Überlebensperspektive!“ Man protestiere nicht gegen die Maßnahmen der Regierung zur Eindämmung des Infektionsgeschehens, betonen die Organisatoren, sondern es gehe um echte Hilfen für die Veranstaltungswirtschaft.

Es soll gleich zwei Demozüge am Mittwoch geben: Ein Korso mit Lkws und Autos soll ab Olympischer Platz zum Brandenburger Tor führen. Ein Demozug zu Fuß soll am Alexanderplatz starten und von dort aus ebenfalls zum Brandenburger Tor führen. Die Demonstration soll um 12.05 Uhr beginnen und bis 18 Uhr dauern.  

Demoroute #AlarmstufeRot-Demo

  • Die Demo für die Fußgänger startet am Neptunbrunnen (Spandauer Straße, Mitte) und führt über Karl-Liebknecht-Straße, Unter den Linden, Wilhelmstraße, Dorotheenstraße, Scheidemannstraße, Yitzhak-Rabin-Straße und Straße des 17. Juni zum Brandenburger Tor.
  • Zum zweiten Zug versammeln sich am Olympischen Platz in Westend die Demonstranten mit Pkws und Lkws. Der Fahrzeugkorso zieht über Trakehner Allee, Olympische Straße, Reichsstraße, Theodor-Heuss-Platz, Masurenallee, Kantstraße, Lewishamstraße, Kurfürstendamm, Tauentzienstraße, Nürnberger Straße, Budapester Straße, Hardenbergstraße, Ernst-Reuter-Platz und Straße des 17. Juni zum Brandenburger Tor.

Demonstranten wollten zudem symbolisch ihr letztes Hemd vor dem Reichstagsgebäude niederlegen, kündigte das Bündnis an. Die Organisatoren weisen ausdrücklich auf Maskenpflicht und Abstandsregeln hin.

Bei der Veranstaltungswirtschaft geht es um unterschiedliche Berufssparten, darunter Eventagenturen, Messe- und Bühnenbau, Veranstaltungstechnik, Konzertveranstalter und Schausteller.