Köln - Der dänische Fußball-Nationalspieler Christian Eriksen kann seine Karriere nach seinem Herzstillstand während der EM auf keinen Fall bei Inter Mailand oder einem anderen italienischen Verein fortsetzen. Fabrizio Braconaro, Mitglied der wissenschaftlichen Kommission beim italienischen Verband FIGC, sagte am Donnerstag in einem Radio-Interview, das Erteilen einer Spielgenehmigung für einen Profi mit eingesetztem Defibrillator sei nicht möglich.

In Italien gelten diesbezüglich deutlich strengere Regeln als in anderen europäischen Ligen. Zum Beispiel spielt der ehemalige niederländische Nationalspieler Daley Blind (Ajax Amsterdam) mit einem Defibrillator.

Eriksen (29) war im ersten dänischen EM-Spiel gegen Finnland (0:1) zusammengebrochen und musste auf dem Platz wiederbelebt werden. Ihm wurde in einer Operation ein subkutaner Defibrillator implantiert, der Herzrhythmusstörungen erkennt und im Notfall gegenschockt. Eriksens Vertrag bei Inter läuft bis 2024.

Der neue Inter-Trainer Simone Inzaghi hofft derweil auf eine Rückkehr seines dänischen Topstars. „Er braucht Zeit, sich zu erholen. Aber natürlich werden wir ihn mit offenen Armen wieder bei uns begrüßen“, sagte Inzaghi.

Zu einer möglichen Fortsetzung seiner Profikarriere hat sich Eriksen noch nicht geäußert.