Miese Tricks im Berliner Supermarkt? Verbraucherzentrale verrät Spar-Tipps

Die teuren Lebensmittel versetzen Berliner in Sorge. Viele fragen inzwischen bei der Verbraucherzentrale an, ob die Preissteigerungen rechtens sind.

Die teuren Lebensmittel tragen zu den gestiegenen Lebenserhaltungskosten bei. 
Die teuren Lebensmittel tragen zu den gestiegenen Lebenserhaltungskosten bei. dpa/Hauke-Christian Dittrich

Die steigenden Lebensmittelpreise machen vielen Bürgern Sorgen. Im Gespräch mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg fordert Britta Schautz von der Verbraucherzentrale Berlin ein entschiedenes Gegensteuern der Politik.

Im August mussten die Berliner mit der stärksten Teuerung seit Jahrzehnten kämpfen. Waren und Dienstleistungen kosteten im August in der Stadt durchschnittlich 7,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Besonders die Lebensmittel sorgten für Rekorde. Während die Preise für Nahrungsmittel im August bundesweit um 16,6 Prozent zulegten, wurden Lebensmittel in dieser Stadt durchschnittlich 17,9 Prozent teurer.

Derzeit gehen viele Anrufe bei der Verbraucherzentrale ein, die sich erkundigen, „ob es rechtens ist, dass die Preise so hoch sind,“ schildert Schautz. Viele Verbraucher seien verunsichert. Im Vergleich zum Vorjahr seien die Lebensmittelpreise um rund 16 Prozent gestiegen – besonders Speiseöle und Milchprodukte waren betroffen. 

Verbraucherzentrale: Genauer Einkaufsplan ist wichtig

Dies verändere das Kaufverhalten der Verbraucher: „Wir wissen von Befragungen, dass die Menschen jetzt beim Lebensmitteleinkauf sparen,“ so Schautz. Besonders Bioprodukte würden weniger gekauft als noch im Vorjahr.

Um beim Lebensmitteleinkauf zu sparen empfiehlt die Verbraucherzentrale, „sich einen genauen Plan zu machen“. Gerade Impulskäufe seien teuer. Bei lange haltbaren Lebensmitteln, wie Kaffee oder Konserven, lohne es sich auf gute Angebote zu warten. Auch sollten sich die Verbraucher „nicht von roten Preisschildern verführen lassen“.

Auch auf Wochenmärkten könne gespart werden. Dort sei besonders das Timing wichtig. Gegen Ende des Tages seien viele Händler bereit, ihre Waren etwas billiger zu verkaufen.

Von der Regierung fordert die Verbraucherzentrale Berlin konkrete Maßnahmen. Geringverdiener sollten gezielter unterstützt werden. Auch Studenten fehle oft das Geld zu einer gesunden Ernährung. Auch das Bundeskartellamt solle weiterhin ein Auge auf die Preissteigerungen haben.