Verbraucherzentrale: Vorsicht bei Nutzung von Bitcoin-Automaten

Dank der einfachen Handhabung werden Bitcoin-Automaten gerne genutzt. Der Verbraucherschutz warnt jedoch vor erheblichen Schwankungen und zusätzlichen Gebühren.

Bitcoin – Kryptowährung
Bitcoin – KryptowährungAP/Kin Cheung

Die Verbraucherzentrale NRW mahnt zu Vorsicht bei der Nutzung sogenannter Bitcoin-Automaten. Die Kryptowährung Bitcoin habe in den vergangenen Jahre erhebliche Schwankungen erlebt und sei keine sichere Geldanlage, teilte die Verbraucherzentrale am Montag in Düsseldorf mit. „Wir befinden uns bei Bitcoins nicht im Bereich der strategischen Geldanlage, sondern in dem der Spekulation“, sagte der Finanzexperte der Verbraucherzentrale, Ralf Scherfling.

Bitcoins, die wie andere Kryptowährungen auf der Blockchain-Technologie basieren, seien kein gesetzliches Zahlungsmittel. Man habe also keinen Rechtsanspruch auf Rückgabe. Wer trotzdem Bitcoin kaufen wolle, sollte dies nur mit maximal fünf Prozent seines Vermögens tun, raten die Verbraucherschützer.

Bitcoins könnten auf seriösen Plattformen preiswerter sein

Bislang gibt es nach Medienberichten in Deutschland rund 50 Bitcoin-Automaten – sie stehen in Super- oder Elektrofachmärkten. Die Geräte sollen vor allem Menschen erreichen, die sich für das digitale Geld interessieren, aber bisher an technischen Hürden gescheitert sind. Wer die digitale Währung am Automaten kaufen möchte, benötige aber dennoch vorher eine App auf seinem Smartphone. Dort wird die gekaufte Kryptowährung dann im sogenannten Wallet – der digitalen Geldbörse – gutgeschrieben.

Wer Bitcoin kaufen möchte, sollte prüfen, ob er die digitale Währung auf einer seriösen Plattform nicht preiswerter bekommen kann, erklärten die Verbraucherschützer. Denn bei Bitcoin-Automaten könnten durchaus Gebühren von zehn Prozent oder mehr anfallen. Betreiber von Bitcoin-Automaten benötigen eine Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin).