BerlinWer aus einem Risikogebiet nach Deutschland einreist, muss sich nach den derzeit geltenden Verordnungen sofort in Quarantäne begeben. Zudem muss das örtliche Gesundheitsamt informiert werden. Darauf weist die Verbraucherzentrale Berlin in einer aktuellen Mitteilung hin. „Laut Musterverordnung der Bundesregierung ist eine Verkürzung der Pflichtquarantäne für Reisende aus Risikogebieten von 14 auf 10 Tage vorgesehen“, heißt es in der Mitteilung. Frühestens fünf Tage nach der Einreise kann demnach ein Corona-Test gemacht werden. Die Verbraucherzentrale weiter: „Wenn das Ergebnis negativ ist, wird die Quarantäne aufgehoben.“

Sollten jedoch „trotz negativem Test binnen zehn Tagen nach der Einreise“ Covid-19-typische Symptome auftreten, muss das Gesundheitsamt „sofort benachrichtigt“ und „ein weiterer Test“ gemacht werden. Ausnahmen von der geltenden Test- und Quarantänepflicht gelten laut den Verbraucherschützern „für Transitreisende, Reisen in Nachbarländer von unter 24 Stunden, familiäre Besuche von bis zu 72 Stunden, für Berufspendler sowie Beschäftigte bestimmter Berufsgruppen wie beispielweise des Gesundheitswesens“.

Zu den Risikogebieten gehören viele Länder außerhalb Europas wie die USA, Russland oder die Türkei. Aber auch innerhalb Europas sind nach derzeitigem Stand verschiedene Risikogebiete ausgewiesen.

Bei Deutschlands direkten Nachbarländern gilt zum Stand 9. November 2020:

  • Niederlande: Das gesamte Land (inkl. der autonomen Länder) gilt als Risikogebiet.
  • Belgien: Das gesamte Land gilt als Risikogebiet.
  • Luxemburg: Das gesamte Land gilt als Risikogebiet.
  • Frankreich: Das gesamte Kontinentalfrankreich sowie verschiedene Überseegebiete gelten als Risikogebiete.
  • Schweiz: Das gesamte Land gilt als Risikogebiet.
  • Österreich: Fast das gesamte Land gilt als Risikogebiet. Ausnahmen sind die Gemeinden Jungholz und Mittelberg/Kleinwalsertal.
  • Tschechien: Ganz Tschechien gilt als Risikogebiet.
  • Polen: Das gesamte Land gilt als Risikogebiet.
  • Dänemark: Das gesamte Land mit Ausnahme der Färöer und von Grönland gilt als Risikogebiet.

Darüber hinaus gibt es in Europa weitere Risikogebiete wie etwa Spanien mit Ausnahme der Kanarischen Inseln. Ob man sich in einem Risikogebiet aufgehalten hat, können Bürger einer Liste des RKI entnehmen. Diese wird laut Verbraucherschutz laufend aktualisiert.

Einreiseanmeldung vor Rückreise aus einem Corona-Risikogebiet

Vor der direkten Einreise aus einem Risikogebiet mit Flugzeug, Schiff, Bahn oder Bus müssen zudem digitale Einreiseanmeldungen ausgefüllt und abgeschickt werden. Diese Anmeldung ersetzt seit dem 8. November die Aussteigekarte in Papierform.

Auf einer eigens eingerichteten Website müssen laut Verbraucherschutz Reise- und Kontaktdaten angegeben werden, die dann an „die für den jeweiligen Wohnort oder Aufenthaltsort zuständige Gesundheitsbehörde“ weitergeleitet werden.  Diese kontrolliert nach Angaben der Verbraucherschützer, dass „die notwendige Quarantäne eingehalten wird“.