Verdacht auf Anlagebetrug mit Goldgeschäften

Ein Prozess um Anlagebetrug mit Goldgeschäften in mehr als 140 Fällen hat vor einem Berliner Gericht begonnen. Die beiden 48 und 45 Jahre alten Angeklagten s...

Eine Figur der blinden Justitia.
Eine Figur der blinden Justitia.Christoph Soeder/dpa/Symbolbild

Berlin-Ein Prozess um Anlagebetrug mit Goldgeschäften in mehr als 140 Fällen hat vor einem Berliner Gericht begonnen. Die beiden 48 und 45 Jahre alten Angeklagten sollen als Geschäftsführer beziehungsweise Vertriebsleiter einer Gesellschaft agiert und einen Schaden von 1,86 Millionen Euro verursacht haben. Die Verhandlung vor dem Amtsgericht Berlin-Tiergarten wurde am Donnerstag nach Verlesung der Anklage für ein Rechtsgespräch der Prozessbeteiligten unterbrochen. Ob es zu einer Verständigung kommt, blieb zunächst offen.

Anlegern sei bei den mutmaßlichen Taten im Jahr 2014 vorgetäuscht worden, dass mit den überlassenen Beträgen sichere und lukrative Goldanlagen in ihrem Namen getätigt würden, so die Anklage. „In Wahrheit wollten die Angeklagten die Beträge jedoch insbesondere für laufende Kosten ihres Geschäftsbetriebs inklusive eigener Gehälter, Reisekosten und zur Zahlung hoher Provisionen an eine Vielzahl von Mitarbeitern im Vertrieb einsetzen.“

Den Betroffenen sei suggeriert worden, dass ihr Vermögen geschützt sei. Tatsächlich seien die gegenüber den Anlegern angekündigten Goldgeschäfte nicht erfolgt.

Die Anklage lautet auf Betrug und unerlaubtes Betreiben von Bankgeschäften. Dem damaligen Geschäftsführer wird zudem Insolvenzverschleppung und Verletzung der Buchführungspflicht vorgeworfen. Der Prozess soll am 7. November fortgesetzt werden.