Berlin - Wegen des Verdachts auf Betrug mit Corona-Soforthilfen hat es am Donnerstag einen Polizeigroßeinsatz in der Dar-as-Salam-Moschee in Neukölln gegeben. Das berichtete der Tagesspiegel am Freitag. Demnach hatten Einsatzkräfte die Räume des Vereins „Neuköllner Begegnungsstätte“, der zur Moschee gehört, durchsucht. Ebenso habe es eine Hausdurchsuchung in der privaten Wohnung des Vorstandsvorsitzenden gegeben.

Der Verdacht auf Subventionsbetrug mit Corona-Hilfen bezog sich auf 14.000 Euro  Corona-Soforthilfen, die der Moscheeverein im März beantragt hatte. Aus dem Umfeld der Gemeinde wurde starker Widerspruch gegen die Betrugsvorwürfe laut. Der Imam Sabri habe sich zu den Anschuldigungen bislang nicht geäußert. 

Der Verein stand schon zuvor in der Kritik. In den Jahren 2015 und 2016 wurde er im Verfassungsschutzbericht wegen mutmaßlicher Verbindungen zur radikalen Muslimbruderschaft erwähnt. Damals klagte der Verein gegen die Erwähnung und bekam recht. Er werde aber laut Innensenator Andreas Geisel (SPD) weiter vom Verfassungsschutz beobachtet.