Berlin - Wegen des Verdachts auf Untreue in zweistelliger Millionenhöhe müssen sich von Dienstag an zwei Männer und eine Frau vor dem Berliner Landgericht verantworten. Angeklagt sind zwei 77- und 44-jährige Rechtsanwälte sowie eine 54-jährige Frau. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, Geld aus Gesellschaften eines Bauunternehmers und Kunstsammlers herausgezogen zu haben. Bei der Frau soll es sich um die ehemalige Lebensgefährtin des im September 2020 verstorbenen Kunstmäzens handeln.

Die Angeklagten sollen laut Ermittlungen als Geschäftsführer beziehungsweise faktische Geschäftsführer einer GmbH in der Zeit von November bis Ende Dezember 2018 Aktien, die im Eigentum des Unternehmens standen, verkauft und übertragen sowie anschließend auf den vereinbarten Kaufpreis von mehr als 20 Millionen Euro verzichtet haben. Damit sollen sie die Begünstigung der ehemaligen Lebensgefährtin des Kunstsammlers angestrebt haben. Für den Prozess sind bislang 20 Verhandlungstage bis Februar 2022 vorgesehen.