Eine Boeing 737-800 EI-DAH von Ryanair im Anflug auf Berlin-Schönefeld (Archiv).
Foto: imagoimages/Jürgen Hanel

Wien/ LondonZwei Abfangjäger der britischen Royal Air Force (RAF) haben am Sonntagabend einen zu Ryanair gehörenden Flieger zum Flughafen nach London eskortiert. Zuvor hatte das Flugpersonal nach Angaben britischer Medien an Bord des Flugzeugs auf der Strecke von Wien nach London einen verdächtigen Gegenstand auf der Bordtoilette entdeckt. Die Crew hatte daraufhin die Behörden alarmiert. Zwei Verdächtige seien nach der Landung in Gewahrsam genommen worden, hieß es am Montag. 

Nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur APA sei bei dem Flug mit der Nummer FR7364 ein Paket mit „batterieähnlichen Gegenständen“ gefunden worden. Die Crew habe einen dabei liegenden Brief demnach nicht entziffern können. Die Mitarbeiter hätten daraufhin die englischen Behörden verständigt, die zwei Typhoon-Jets als Eskorte losschickten.

Von den österreichischen Behörden war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Das Außenministerium in Wien hatte von dem Vorfall noch keine Kenntnis, wie es gegen Mitternacht nach Angaben der „Kronenzeitung“ hieß. Ein Sprecher des Flughafens bestätigte dem Portal „Mirror Online“ hingegen, dass die Polizei nach einem Vorfall in einem Flugzeug alarmiert worden sei. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht mitgeteilt.

Von „Mirror Online“ wurde zudem ein Ryanair-Sprecher zitiert: „Die Besatzung eines Ryanair-Fluges von Wien nach London Stansted warnte heute Abend (30. August) vor einer möglichen Sicherheitsbedrohung an Bord. In Übereinstimmung mit den Richtlinien informierte der Kapitän die britischen Behörden und setzte den Flug nach London Stansted fort, wo das Flugzeug normal landete und zu einer entfernten Parkposition rollte, an der die Passagiere sicher von Bord gingen.“