BerlinDie Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) wird im Oktober keine Warnstreiks mehr durchführen. Die Entscheidung wurde demnach getroffen, um dem Verständigungsprozess mit der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) „die nötige Ruhe zu geben“, so die Gewerkschaft.

Man erwarte ein Signal von der VKA und biete ihr an, „sich über einen Prozess zur bundesweiten Vereinheitlichung elementarer Arbeitsbedingungen wie Urlaub, Überstunden und Zuschlagsregelungen zu verständigen“. Die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle sagte:„Wir nehmen wahr, dass es den Arbeitgebern in erster Linie um die Ebene der Verhandlungen geht, das inhaltliche Ziel einheitlicher Entlastungen wurde bisher nicht abgelehnt.“ 

Daher sei es auch denkbar, „diesem Verständigungsprozess nötigenfalls einen längeren zeitlichen Horizont einzuräumen“, sagte Behle weiter. Man sei überzeugt, dass ein solchen Vorgehen angesichts der „angespannten Konfliktlage“ auch im Interesse der Verkehrsunternehmen liege.

„Damit könnten wir auch gemeinsam der Öffentlichkeit und den Fahrgästen signalisieren, dass es nicht in unserem beiderseitigen Interesse ist, einen solchen Konflikt auf ihrem Rücken auszutragen“, so Behle.