Berlin: Verkauf des 29-Euro-Tickets startet

Das 29-Euro-Ticket für den Berliner Nahverkehr ist ab sofort erhältlich. Doch es gibt einen Haken: Fahrgäste können es nur im Abo erwerben.

Zahlreiche Fahrgäste nutzen am Bahnhof Zoologischer Garten die U-Bahn. 
Zahlreiche Fahrgäste nutzen am Bahnhof Zoologischer Garten die U-Bahn. dpa/Monika Skolimowska

Das umstrittene 29-Euro-Ticket für den Berliner Nahverkehr ist ab sofort erhältlich. „Versprochen, gehalten“, meinte die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey am Montag zum Verkaufsstart. Mit dem Angebot bietet die Hauptstadt als Nachfolger des bundesweiten 9-Euro-Tickets eine vergünstigte Monatsfahrkarte.  

Für jeweils 29 Euro können Busse und Bahnen innerhalb der Berliner Stadtgrenzen genutzt werden. „Berlin liefert und zeigt, wie eine konkrete Entlastung für die Berlinerinnen und Berliner, mehr Klimaschutz, aber auch moderne Mobilität und Teilhabe zusammengebracht werden können“, teilte Giffey mit.

29-Euro-Ticket im Abo auf den AB-Bereich beschränkt

Verkehrssenatorin Bettina Jarasch betonte, von dem Ticket profitierten Hunderttausende Menschen. Mit dem Angebot gehe der Senat bundesweit voran, betonten die Politikerinnen. „Wir werden jetzt intensiv daran arbeiten, dass lückenlos ab Januar ein bundesweites Nahverkehrsticket kommt“, so Jarasch.

Das Berliner 29-Euro-Ticket ist auf drei Monate begrenzt, weil die Ampelkoalition für Anfang 2023 ein bundesweites Ticket in Aussicht gestellt hat. Es ist nur im Abo erhältlich und gilt für den Tarifbereich AB. Ein länderübergreifendes Angebot mit Brandenburg kam nicht zustande. Pendler profitierten damit nicht von dem Ticket, lautet ein Argument der Kritiker. Zudem wird das Angebot als zu kompliziert angesehen, weil es nur im Abo erhältlich ist.