Eine junge Berufspendlerin aus dem fränkischen Redwitz in Bayern wurde in den Zwangsurlaub geschickt, weil sie es wegen überfüllter Regionalzüge nicht zu ihrer Arbeitsstelle nach Kronach schaffte.

Das 9-Euro-Ticket hat aus Sicht der jungen Frau zu übervollen Regionalbahnen geführt, sie bekam regelmäßig keinen Platz mehr, musste am Bahnsteig warten und schließlich umkehren, zurück nach Hause.

9-Euro-Ticket: Pendlerin seit dem 13. Juni im Zwangsurlaub

Wie infranken.de berichtet, waren die Waggons derart voll, dass die Pflegepraktikantin nicht zusteigen konnte oder manchmal auch vorzeitig den Regionalzug verlassen musste. Die Probleme begannen demnach am 7. Juni. In den Folgetagen schaffte sie es kaum noch zur Arbeit.

„Wenn man eine Chance auf Übernahme hat, ist das noch doppelt beschissen. Heute (13. Juni 2022, Anm. d. Red.) wurde entschieden, dass ich Zwangsurlaub nehmen muss“, zitiert das Nachrichtenportal die junge Frau.

Eigentlich finde sie es schön, dass das 9-Euro-Ticket eingeführt wurde. Aber das Chaos sei für sie unerträglich. „Die, die wirklich zur Arbeit müssen, büßen das jetzt. Wir sind die Leidtragenden.“ Alternativen gäbe es nicht, zumindest nicht ohne Auto. „Und weil ich leider keines habe, bleibt mir nun nichts anderes übrig“, erklärt sie.