Am Montag kamen in Spandau zwei Radfahrerinnen ums Leben (Symbolbild).
Foto: Berliner Zeitung/Markus Wächter

BerlinIn Berlin sind 2020 bisher 38 Menschen bei Verkehrsunfällen gestorben. Das teilte die Polizei mit, nachdem am Montag zwei Radfahrerinnen in Spandau ums Leben kamen. Im gesamten Vorjahr waren es der Deutschen Presse-Agentur zufolge 40.

Polizeistatistiken zufolge sind Radfahrer etwa in der Hälfte der Fälle schuld oder mit schuld an den Unfällen, an denen sie beteiligt sind. Sie erleiden jedoch häufiger und schwerere Verletzungen als Autofahrer. Der Radfahrer-Verband ADFC kündigte für Mittwochnachmittag zwei Mahnwachen an: um 15.30 Uhr an der Möckernstraße 47 in Kreuzberg und um 17.30 Uhr an der Ecke Seegefelder Straße/Klosterstraße in Spandau.

Die Polizei empfahl auf Twitter eine Sicherheitsmaßnahme für den Straßenverkehr: „Ein kleiner Griff, der Schlimmes verhindern kann: Wenn Sie im Fahrzeug am Straßenrad die Fahrertür öffnen, nutzen Sie dazu die rechte Hand – somit schauen Sie ganz automatisch, ob ein Radfahrer kommt.“

Von den 38 tödlich verunglückten Menschen waren 14 Fußgänger, 13 Radfahrer, 7 Motorrad- oder Rollerfahrer und 2 Autoinsassen. Dazu kamen 2 sonstige Verkehrsteilnehmer.

Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle in Berlin ging durch die Corona-Pandemie stark zurück. Zahlen liegen bisher beim Amt für Statistik nur bis Mai vor. Demnach ereigneten sich knapp 48.900 Unfälle, 18 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2019 (knapp 60.000).