Berlin - Rebecca Reusch aus Berlin ist seit fast zwei Jahren verschwunden. Am 18. Februar 2019 wurde das damals 15-jährige Mädchen das letzte Mal gesehen. Seitdem gilt es als vermisst. Die Polizei kommt mit ihren Ermittlungen nur schleppend voran. Der Hauptverdächtige ist aus Sicht der Ermittler bisher weiterhin ihr Schwager: Florian R. Ob er die Tat begangen hat, ist aber völlig unklar. Es gibt Indizien, die ihn belasten und solche, die ihn entlasten. 

Die beiden Journalisten Lena Niethammer und Miriam Arndts berichten regelmäßig über den Fall der vermissten Rebecca Reusch im Podcast „Im Dunkeln“. Sie haben Zeugenaufrufe gestartet, werten Hunderte Hinweise aus der Bevölkerung aus und befragen Menschen aus dem Umfeld der vermissten Rebecca. Ex-Freundinnen von Florian R. berichten in der aktuellen Folge, dass er gewalttätig gewesen sein soll. Überprüfen lassen sich diese Behauptungen schlecht.

Außerdem ist jetzt eine neue Spur in Aachen aufgetaucht: Als Rebecca verschwand, hatte sie eine lilafarbene Fleecedecke dabei. Die Polizei hatte damals ein Foto von der Decke veröffentlicht. Eine Frau aus Würselen bei Aachen behauptet jetzt, im Mai 2019 genau diese Decke in einem Waldstück bei Aachen gesehen zu haben. Die Frau habe von der Decke Fotos gemacht und die Polizei in Berlin verständigt, heißt es in dem Podcast. Die Beamten in Berlin hätten den Hinweis als nicht relevant eingestuft. Auch Rebeccas Familie lehnte es ab, sich die Fleecedecke noch einmal anzugucken. Die Frau hingegen besuchte den Fundort immer wieder. Im Herbst 2020 sei die Decke verschwunden gewesen, meint sie.

Rebeccas Familie in Berlin glaubt weiterhin, dass Rebecca noch lebt. Die Polizei ist dagegen überzeugt, dass das Mädchen inzwischen tot ist.