Vermisster Bergsteiger am Hochkalter tot gefunden

Mitte September verunglückt ein 24-Jähriger aus Niedersachsen am Hochkalter in Berchtesgaden. Er setzt noch einen Notruf ab. Tagelang suchen Bergretter nach ...

HANDOUT - Bergretter suchen am Hochkalter bei Ramsau unter schwierigen Bedingungen nach einem 24-jährigen Bergsteiger.  er Land/dpa
HANDOUT - Bergretter suchen am Hochkalter bei Ramsau unter schwierigen Bedingungen nach einem 24-jährigen Bergsteiger. er Land/dpaMarkus Leitner/BRK Berchtesgaden

Ramsau bei Berchtesgaden-Fast vier Wochen lang suchten Rettungskräfte immer wieder nach einem vermissten Bergsteiger am 2604 Meter hohen Hochkalter bei Berchtesgaden - nun haben sie die Leiche des 24-Jährigen geborgen. Nach Polizeiangaben von Freitag entdeckte die Besatzung eines österreichischen Polizeihubschraubers am Donnerstagnachmittag den leblosen Körper auf einem Schneefeld in etwa 2250 Metern Höhe und alarmierte die Polizei in Berchtesgaden.

Angesichts wärmerer Temperaturen war der Schnee zurückgegangen und hatte die Leiche des jungen Mannes aus Hannover freigegeben. Der Bergsteiger galt seit dem 17. September als vermisst. Er hatte selbst noch einen Notruf abgesetzt. Der Fundort des Toten befindet sich etwas unterhalb der Stelle, an der am 21. September bereits der Rucksack des 24-Jährigen geortet worden war.

Bergretter bargen den Toten. Sein Leichnam sei nach Ramsau geflogen worden. Die genaue Todesursache steht den Angaben nach noch nicht fest. Fremdverschulden schließt die Polizei jedoch aus.

Großangelegte Suchaktion

Der 24-Jährige war vor knapp einem Monat bei Schneefall am Hochkalter zu einer hochalpinen Tour aufgebrochen. Unterhalb des Gipfels rutschte er den Erkenntnissen nach ab und meldete sich noch mehrmals per Notruf. Dabei gab er an, sich angesichts des Schneesturms und der eisigen Kälte kaum noch halten zu können. Dann brach der Kontakt zu den Rettern ab.

Es folgte eine großangelegte Suchaktion, die wegen Lawinengefahr, Windes und Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt erschwert war und mehrmals unterbrochen werden musste. Die Chancen, den Mann noch lebend zu finden, schwanden.

Mit einem Helikopter und einer speziellen Ortungssonde versuchten die Einsatzkräfte die elektronischen Geräte des jungen Mannes zu finden. Nach vier Tagen entdeckten sie seinen Rucksack und konnten das Suchgebiet eingrenzen. Der vermisste Bergsteiger war aber zunächst vermisst geblieben.

Wie die Polizei am Freitag mitteilte, seien die beteiligten Rettungskräfte „äußerst froh, auch im Sinne der Angehörigen, dass dieser Einsatz jetzt abgeschlossen werden konnte“.