Die „FSO Nabarima“ liegt vor der Küste Venezuelas. Sie ist mit 1,3 Millionen Barrel Öl beladen und droht auszulaufen.
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CaracasVor der Küste Venezuelas droht eine Umweltkatastrophe. Grund dafür ist ein riesiger Öltanker, der sich nach der Angaben der Unitary Federation of Petroleum Workers of Venezuela (FUTPV) in katastrophalem Zustand befindet. Das darin befindliche Rohöl droht auszulaufen. Die FUTPV ist eine gewerkschaftsähnliche Organisation, die sich für die Rechte von Ölarbeitern einsetzt. 

Deren Sprecher, Eudis Girot, teilte via Twitter mit, dass die „FSO Nabarima“ rund 1.300.000 Barrel Öl an Bord habe und kurz davor stehe, „vom Golf von Paria und der Karibik aus eine schreckliche globale Katastrophe auszulösen“. Grund für den Zustand des Schiffes sei eine jahrelange Vernachlässigung. Der Schiffsrumpf würde unter massivem Rostbefall leiden, durch mehrere Lecks würde Wasser in das Schiff dringen. 

Auf via Twitter von der FUTPV verbreiteten Bildern, die die „FSO Nabarima“ zeigen sollen, ist das überflutete Innere eines Schiffs zu sehen. Teilweise soll das Wasser bereits über einen Meter hoch stehen. Eudis Girot hat sich jetzt in einem Appell an Nicolás Maduro, den Präsidenten von Venezuela, gewandt. „Ich habe Sie eingeladen, Herr Präsident. Nehmen Sie einen Hubschrauber. Gehen Sie da raus. Machen Sie Ihre eigene Inspektion“, sagte Girot kürzlich in einem Online-Video.   

Die unter venezolanischer Flagge fahrende „Nabarima“ ist ein 264 Meter langes Schiff. Es kann bis zu 1,4 Millionen Barrel Rohöl laden. Das ist die fünffache Menge des Rohöls, dass 1989 von der „Exxon Valdez“ ins Wasser gelangte.