Großer Abschied von Uwe Seeler im Volksparkstadion geplant

Fußball-Legende Uwe Seeler ist am Donnerstag mit 85 Jahren gestorben. Nun bereitet das Hamburger Volksparkstadion für den 10. August eine Trauerfeier vor.

Für ihren kürzlich verstorbenen Ehrenbürger Uwe Seeler veranstaltet die Freie und Hansestadt Hamburg eine Trauerfeier im Volksparkstadion.
Für ihren kürzlich verstorbenen Ehrenbürger Uwe Seeler veranstaltet die Freie und Hansestadt Hamburg eine Trauerfeier im Volksparkstadion.dpa/Marcus Brandt

Großer Abschied von Uwe Seeler in seinem „zweiten Wohnzimmer“ Volksparkstadion: Die offizielle Trauerfeier für Hamburgs größtes Fußball-Idol wird am 10. August um 14 Uhr in der WM-Arena von 1974 und 2006 stattfinden. Dies teilte der Senat der Hansestadt mit.

Die Ausgestaltung der Feier wird zwischen der Familie Seelers, dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und dem Hamburger SV, dem der Mittelstürmer sein ganzes Leben treu geblieben war, abgestimmt. Das Stadion werde um 13 Uhr geöffnet, informierte der Verein. Weitere Einzelheiten will der Senat der Hansestadt zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben.

Unabhängig davon werden zahlreiche prominente Besucher in der norddeutschen Metropole erwartet. Die Beisetzung ist an einem anderen Tag geplant. Diese soll auf Wunsch der Familie im engsten Familienkreis stattfinden. Deshalb bittet die Familie Seeler um Verständnis, dass Ort und Tag der Beisetzung zunächst nicht veröffentlicht werden.

Wird das Volksparkstadion in Uwe-Seeler-Stadion umbenannt?

Da der einstige Topstürmer 2003 die Ehrenbürgerschaft seine Geburtsstadt verliehen worden war, wäre auf Wunsch der Familie auch eine Trauerfeier im Hamburger Michel möglich gewesen. Weitere Ehrungen für „Uns Uwe“ sind bereits in der Vorbereitung.

HSV-Investor Klaus-Michael Kühne, der aktuell die Namensrechte am Volksparkstadion hält, hat bereits eine Umbenennung in Uwe-Seeler-Stadion ins Gespräch gebracht. Denkbar wäre aber auch eine Umbenennung der Osttribüne, von der aus der einstige Torjäger über Jahrzehnte hinweg die Spiele des HSV verfolgt hatte.

Geplant ist zudem, eine am Stadion gelegene Straße nach dem viermaligen WM-Teilnehmer zu benennen. In Frage dafür kämen die Stadionstraße sowie die Sylvesterallee zwischen dem Stadion und der Barclay-Arena. Allerdings gilt in diesem Fall in Hamburg eine Verordnung, derzufolge mit einer solchen Umbenennung bis mindestens zwei Jahre nach dem Tod der zu ehrenden Person gewartet werden muss.

Fußball-Idol Uwe Seeler war am Donnerstag vergangener Wochen im Alter von 85 Jahren gestorben. Die Fans des HSV hatten bereits vor dem Heimspiel der Hamburger in der 2. Bundesliga gegen Hansa Rostock (0:1) ihres Idols bei einer bewegenden Abschiedsfeier im Stadion gedacht.