AmbergDer nächtliche Gang zum Zigarettenautomaten könnte einen Mann und eine Frau aus dem oberpfälzischen Amberg jeweils 500 Euro kosten.

Am Wochenende trafen Polizeibeamte das Pärchen nach 21 Uhr auf der Straße an, wie die Polizei am Montag mitteilte. Nach eigenen Angaben wollten sie Zigaretten holen. Dies sei aber kein triftiger Grund, abends seine Wohnung zu verlassen, hieß es. Die beiden haben somit gegen die Ausgangssperre in Bayern verstoßen und müssen mit einem hohen Bußgeld rechnen.

Im Freistaat gilt seit Mittwoch eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 21 und 5 Uhr. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist in dieser Zeit nur noch aus ganz wenigen triftigen Gründen erlaubt.

Die Berliner und Brandenburger sollen die Wohnungen tagsüber nur noch zum Arbeiten, Einkaufen, zum Besuch von Schulen und Kitas, Ärzten und Behörden und für Sport allein, zu zweit oder mit Mitgliedern des eigenen Hausstands verlassen. Für Brandenburg gilt nachts eine strengere Ausgangsbeschränkung. Von 22 bis 5 Uhr ist dort auch Joggen oder Spazierengehen nicht mehr erlaubt. An Heiligabend und Silvester gibt es Ausnahmen für die Zeit von 22 bis 2 Uhr.