Berlin - Die Luftabwehr der Bundeswehr soll in den kommenden Jahren umgebaut werden. Das geht aus einem Konzept hervor, das das Verteidigungsministerium am Dienstag dem Bundestag vorgelegt hat. Darin ist nach Ministeriumsangaben vorgesehen, das Flugabwehrraketensystem Patriot ab 2023 zu modernisieren. Darüber hinaus sollen bis spätestens 2026 neue Fähigkeiten in der mobilen Flugabwehr aufgebaut werden, um das leichte Flugabwehrsystem Ozelot zu ersetzen.

Das Ozelot-System, das vom Verteidigungsministerium als veraltet und unzureichend beschrieben wird, soll Bodentruppen vor tief fliegenden Jagdbombern und Kampfhubschraubern schützen. Das Patriot-System dient der Bekämpfung von Flugzeugen, Raketen und Marschflugkörpern und hat eine deutlich größere Reichweite als Ozelot.

Das Ministerium wirbt dafür, die Schaffung eines neuen leichten Flugabwehrsystems gemeinsam mit anderen EU-Ländern anzugehen. „Damit fördern wir den Aufbau einer europäischen Drohnen- und Flugabwehr“, hieß es zur Begründung.