Berlin - Impfzentrum Nummer vier soll am Mittwoch im Berliner Nordwesten starten. Es ist im Terminal C des ehemaligen Flughafens Tegel untergebracht, der seit Anfang November nicht mehr genutzt wird, wie die Sprecherin der Impfzentren, Regina Kneiding, am Dienstag erläuterte. Dort soll künftig der neue Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca zum Einsatz kommen, von dem am Sonnabend 14.400 Dosen in Berlin angekommen sind.

Eine Besonderheit: Er wird anders als der Impfstoff von Biontech-Pfizer und der des US-Herstellers Moderna nur Menschen unter 65 Jahren gespritzt. Das Impfzentrum in Tegel kommt deshalb für ältere Berlinerinnen und Berliner nicht infrage.

Dort soll Kneiding zufolge zunächst medizinisches Personal seine Impfung erhalten. Kostenlose Taxifahrten, die den Menschen über 80 Jahren vorbehalten sind, gebe es zum Impfzentrum in Tegel daher nicht, sagte Kneiding, aber einen kostenlosen Bus-Shuttle. Das Impfzentrum sei von 9 bis 19 Uhr an sieben Tagen in der Woche geöffnet.

Im Vollbetrieb sollen bis zu 3800 Impfungen pro Tag möglich sein. Das sei zum Start aber noch nicht zu erwarten, sagte Kneiding. Für den Betrieb ist der DRK-Kreisverband Müggelspree zuständig, dessen Helfer im Terminal C im Einsatz sind. Spürbare Einschränkungen des Impfbetriebs wegen des Winterwetters erwartet Kneiding nicht.

Bisher sind bereits das Impfzentrum in der Arena in Treptow, das auf dem Messegelände und das im Erika-Heß-Eisstadion in Wedding geöffnet. Die Zahl der täglichen Impfungen, die zuletzt bei rund 3000 lag, dürfte mit dem Start des vierten Impfzentrums steigen.

Von den bis zu 20.000 Impfungen, von denen Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci im Spätherbst gesprochen hatte, sobald alle sechs geplanten Impfzentren im Betrieb seien, ist das allerdings noch weit entfernt. Die beiden noch nicht geöffneten Impfzentren sind im Hangar 4 auf dem früheren Flughafen Tempelhof und im Velodrom in Pankow untergebracht. Wann sie an den Start gehen, ist noch nicht bekannt.