Berlin - Die Villa von Rapper Bushido und seinem früheren Geschäftspartner Arafat Abou-Chaker in Kleinmachnow bei Berlin wird zwangsversteigert. Ein entsprechender Termin stehe an diesem Mittwoch beim Amtsgericht Potsdam an, wie ein Gerichtssprecher am Dienstag sagte. Zuvor hatte der Stern berichtet. Nach Gerichtsangaben geht es um eine Zwangsversteigerung zur Aufhebung der Eigentümergesellschaft.

Die Trennung der einstigen Geschäftspartner beschäftigt auch das Landgericht Berlin. In dem Prozess mit Bushido als Nebenkläger und Zeuge steht der Berliner Clanchef Abou-Chaker, gemeinsam mit drei seiner Brüder vor Gericht. Die Anklage lautet auf Freiheitsberaubung, versuchte schwere räuberische Erpressung, Nötigung, gefährliche Körperverletzung, Beleidigung und Untreue.

Nach Darstellung des Rappers sollen sein langjähriger Geschäftspartner und dessen Brüder ihn am 18. Januar 2018 in einem Büro eingesperrt, beschimpft, bedroht und verletzt haben. Hintergrund soll gewesen sein, dass der Clanchef nicht akzeptiert habe, dass der Musiker die Geschäftsbeziehung aufgelöst hatte.

Mit einem weiteren Musiker im Zeugenstand geht der Prozess am Mittwoch vor dem Berliner Landgericht weiter. Vorgesehen ist die Befragung von Rapper Kay One. Der 37-Jährige und der 43-jährige Bushido hatten zunächst gemeinsame Erfolge gefeiert, dann folgte ein jahrelanger Streit. Für die Befragung von Kay One ist ein Tag vorgesehen.