Fast 5000 Menschen haben sich in Berlin in den letzten 24 Stunden mit dem Coronavirus infiziert. Eine Covid-19-Erkrankung ist längst nichts Ungewöhnliches mehr: Über 17 Millionen Menschen in Deutschland haben eine Infektion überstanden. Doch wie sieht es nach dem Freitesten aus? Was nach dem Ende der Isolationszeit zu bedenken ist, erfahren Sie hier.

Was und womit muss ich putzen?

Eine gute Nachricht vorweg: Das ganze Haus muss nicht geschrubbt werden! Peter Walger vom Vorstand der deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene bezeichnet das gegenüber T-Online als „völlig überflüssig“. Doch bereits während der Infektion sollten nach Möglichkeit regelmäßig berührte Oberflächen und Gegenstände gesäubert werden. Das betrifft zum Beispiel Smartphones, Fernbedienungen, Nachttische, Bettrahmen, Türgriffe, Lichtschalter, die Toiletten-Spültaste und Schranktüren. Das gilt insbesondere, wenn negativ getestete Personen im gleichen Haushalt leben.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Auklärung empfiehlt darüber hinaus: „Verwenden Sie für die Küche sowie für Bad und Toilette unbedingt separate Putzlappen. Lassen Sie Putztücher luftig aufgehängt und auch Utensilien wie einen Mopp nach Gebrauch schnell trocknen, da sich Bakterien und Viren in feuchter Umgebung gut vermehren. Putzlappen sollten generell nach jeder Putzaktion gewechselt und bei mindestens 60 Grad gewaschen werden.“

Herkömmliche Reinigungsmittel sind dabei laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vollkommen ausreichend.

Was sollte ich nach meiner Covid-Erkrankung waschen?

Alle Textilien, die nahe am Körper waren sollten laut der Empfehlung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gewaschen werden. Dazu zählen Handtücher, Bettwäsche, Unterwäsche und Waschlappen. Diese sollten bei mindestens 60 Grad gewaschen werden. Für die Oberbekleidung, wie etwa die Schlafkleidung, reichen in der Regel niedrigere Waschtemperaturen. Hygienespüler seien nicht notwendig. Außerdem rät die Bundeszentrale: „Auch die Waschmaschine selbst sollten Sie vor Keimen schützen: Damit sich kein Biofilm mit angesiedelten Mikroorganismen bildet, sollte die Maschine daher etwa einmal wöchentlich im Heißwaschgang bei mindestens 60 Grad laufen.“

Was sollte ich nach einer Corona-Infektion wegwerfen?

Wie auch nach einer normalen Erkältung oder Grippe sollten Zahnbürsten oder die Köpfe elektrischer Zahnbürsten am besten direkt nach der überstandenen Krankheit entsorgt und ausgetauscht werden. Hier sammeln sich Viren und Bakterien und es ist eine einfache Lösung, das Produkt auszutauschen.

Auch entsorgt werden sollte während der Erkrankung genutztes Nasenspray. Weiterhin wird empfohlen, benutzte Corona-Testkits und Taschentücher in separaten Müllbeuteln zu sammeln, die gut verschlossen und regelmäßig entsorgt werden sollten, wie Ernst Tabori, Facharzt für Hygiene und Infektiologie, im Interview mit rbb24 erklärt.

Haarbürsten oder Rasierer hingegen können nach einer gründlichen Reinigung weiterhin genutzt werden. Auch angebrochene Lebensmittel dürfen nach einer Infektion mit dem Coronavirus problemlos weiter verzehrt werden.