Volksentscheid in Berlin: IHK hält Klimaneutralität bis 2030 für unrealistisch

Eine Bürgerinitiative will die Klimaneutralität Berlins ab 2030 gesetzlich festlegen lassen. Kritische Stimmen zweifeln an der Machbarkeit des Vorhabens.

Unterschriften wurden für das Volksentscheid „Berlin 2030 Klimaneutral“ gesammelt. Die IHK äußert nun Bedenken.
Unterschriften wurden für das Volksentscheid „Berlin 2030 Klimaneutral“ gesammelt. Die IHK äußert nun Bedenken.Volkmar Otto

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Berlin hält eine Klimaneutralität der Hauptstadt bereits in sieben Jahren für unrealistisch. Ein klimaneutrales Berlin schon 2030 sei zwar erstrebenswert, aber angesichts der aktuellen Rahmenbedingungen nicht realistisch umsetzbar, hieß es in einer am Freitag veröffentlichten Stellungnahme zu dem Klima-Volksentscheid in gut einer Woche.

„Klimaneutralität für Berlin bis 2045 ist machbar“, so die IHK weiter. Berlin solle sich trotz dieser bereits ambitionierten Marke der Herausforderung stellen, das Ziel nach Möglichkeit schon vor 2045 zu erreichen. „Die Wirtschaft wird ihren Beitrag dazu leisten.“

Die Bürgerinitiative Berlin 2030 Klimaneutral will in dem Volksentscheid am 26. März erreichen, dass Berlin bis 2030 und nicht wie bislang vorgesehen bis 2045 klimaneutral wird. Dafür soll das Energiewendegesetz des Landes geändert werden. Klimaneutralität bedeutet, dass keine Treibhausgase emittiert werden, die über jene hinausgehen, die durch die Natur oder sonstige Senken aufgenommen werden.