Berlin - Obwohl Mitternacht noch einige Stunden entfernt ist, hat die Polizei Berlin bereits zwei Hunde aufgelesen, die wegen Böllern verängstigt ausrissen. Wie die Polizei auf Twitter mitteilte, befindet sich einer der Hunde bereits wieder bei seiner Familie. Doch der andere Hund wartet noch auf seine Besitzer.

Der Hund (linkes Bild) kann laut Polizei noch bis 17.30 Uhr in der Polizeidirektion Abschnitt 46 (Gallwitzallee 87, 12249 Berlin) abgeholt werden. Danach wird er ins Tierheim gebracht.

Das Silvesterfeuerwerk bedeutet für viele Tiere großen Stress. Der Tierschutzverein für Berlin fordert einen freiwilligen Verzicht auf Silvesterböller - nicht nur in Zeiten von Corona. „Für Haus- und gerade Wildtiere ist Silvester eine Schreckensnacht“, sagte die Vorstandsvorsitzende Eva Rönspieß. Haustiere hätten empfindlichen Ohren und sollten möglichst gut vor Lärm und Lichtern geschützt werden. „Freigänger-Katzen lässt man an Silvester besser gar nicht nach draußen“, sagte Rönspieß.

„Die Gefahr von Wildunfällen ist in der Silvesternacht gerade in Stadtrandbezirken größer, weil Tiere kopflos auf die Straße rennen“, sagte Rönspieß. Stadtvögel fliegen ihr zufolge orientierungslos herum, teils mit tödlichen Folgen.