Eine Justitia-Figur steht auf einem Schreibtisch (Symbolbild).
Foto: dpa/Patrick Seeger

KölnWeil er seinen Vater und dessen Bekannte mit einem Küchenmesser und einer Grillgabel getötet haben soll, steht ein junger Mann in Köln vor dem Richter. Da der Beschuldigte die Taten nach Justizangaben „aufgrund einer paranoiden Schizophrenie im schuldunfähigen Zustand“ begangen haben soll, geht es in dem Verfahren nicht um eine lange Freiheitsstrafe, sondern um die dauerhafte Unterbringung in der Psychiatrie. Heute soll die Entscheidung fallen.

Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft soll es in der Wohnung des später getöteten 73-Jährigen im Kölner Stadtteil Mülheim in der Tatnacht im Januar 2020 zunächst zu einem Streit zwischen dem Deutschen und seinem Vater um ein Mobiltelefon gekommen sein. „Anschließend soll der Sohn in der Küche ein Messer und eine Grillgabel genommen und damit auf seinen Vater eingestochen haben“, so die Staatsanwaltschaft.

Diese Tat werten die Ankläger nach eigener Aussage als Totschlag. Als die 73-jährige Freundin des Vaters versucht haben soll, telefonisch Hilfe zu rufen, sei auch sie vom Beschuldigten angegriffen und getötet worden. Das war aus Sicht der Staatsanwaltschaft „Mord zur Verdeckung eines Verbrechens“.