Christchurch - Kurz vor dem zweiten Jahrestag des Doppelanschlags auf zwei Moscheen in Neuseeland mit 51 Toten hat es Behörden zufolge Online-Drohungen gegen die beiden Gotteshäuser gegeben. Zwei Verdächtige seien festgenommen worden, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Am 15. März 2019 hatte ein australischer Rechtsextremist beide Moscheen angegriffen. Das minutiös geplante Massaker übertrug der Täter per Helmkamera ins Internet. Das Verbrechen gilt als das schlimmste in der jüngeren Geschichte des Pazifikstaats. Der Täter wurde im vergangenen August zu lebenslanger Haft ohne Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung verurteilt.

Die beiden Festgenommenen sollen Medienberichten zufolge im Internet gedroht haben, die beiden Moscheen am zweiten Jahrestag des Doppelanschlags unter anderem mit Autobomben anzugreifen. Die Polizei bestätigte dies zunächst nicht. Solange die Verhöre noch liefen, gebe man keine Details über die Art der Drohungen bekannt, sagte John Price von der Polizei im Bezirk Canterbury. „Jedwede Hassbotschaft, jeder, der in unserer Gemeinschaft Schaden anrichten will, wird nicht toleriert“, betonte er. „Wir nehmen alle Drohungen dieser Art ernst und arbeiten eng mit unserer muslimischen Gemeinde zusammen“.