Berlin - Die Flüchtlingshelfer des Rettungsschiffs „Sea-Watch 3“ haben vor der Küste Libyens 102 Menschen aus Seenot gerettet. Nach der Rettungsaktion am frühen Sonnabendmorgen befinden sich nun 147 Menschen auf dem Rettungsschiff, teilte die deutsche Hilfsorganisation Sea-Watch im Onlinedienst Twitter mit. Am Freitag hatte das Team der „Sea-Watch 3“ die Rettung von 45 Menschen vor der libyschen Küste gemeldet, darunter 15 Minderjährige.

Die Besatzung der „Sea-Watch 3“ habe den neuen Seenotfall am frühen Sonnabendmorgen gesichtet, hieß es in dem Twitter-Beitrag. Ein Schlauch des Bootes, auf dem die mehr als hundert Menschen festsaßen, hatte demnach zu diesem Zeitpunkt bereits Luft verloren. Die Flüchtlinge hätten aber sicher an Bord gebracht werden können.

Die 55 Meter große „Sea-Watch 3“ patrouilliert vor der libyschen 24-Seemeilen-Zone und sucht dort aktiv nach Booten in Seenot. Nach Angaben von Sea-Watch war das Schiff seit November 2017 an der Rettung von mehr als 3000 Menschen beteiligt.