Noch längere Ferien werden wohl nicht kommen.
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BerlinDer Vorschlag zweier Unionspolitiker, wegen Corona die Winter- oder Weihnachtsferien zu verlängern, stößt auf Ablehnung. „Prinzipiell halte ich von solch hektischen Vorschlägen nichts“, sagte Dirk Stettner, CDU-Bildungspolitiker im Berliner Abgeordnetenhaus, der „Berliner Morgenpost“. 

Längere Ferien würden erst recht dazu führen, dass Familien in Urlaub fahren oder sich Kinder und Jugendliche außerhalb der Klassenräume treffen wollten. „Das Infektionsgeschehen ließe sich damit noch schwieriger eindämmen“, so Stettner.

Kritik auch von Linker und FDP

Auch Berlins Linke-Chefin Katina Schubert äußerte sich kritisch. Ein solcher Schritt sei nur mit entsprechender Kinderbetreuung möglich – solange diese nicht gewährleistet sei, werde eine Verlängerung der Winterferien auf dem Rücken der Familien ausgetragen, sagte Schubert der „Berliner Morgenpost“.

Paul Fresdorf, Bildungsexperte der Berliner FDP-Fraktion, findet die Idee längerer Ferien „gelinde gesagt Blödsinn“. Zum einen würde dies die Planungen vieler Familien enorm durcheinanderrütteln und für erneutes Chaos in der Kinderbetreuung sorgen, zum anderen wisse niemand, wie sich die Fallzahlen und die Pandemiesituation entwickelten.

Der Berliner CDU-Vorsitzende Kai Wegner hält den Vorschlag hingegen für „durchaus überlegenswert“. Verlängerte Winterferien seien allemal besser als erneute coronabedingte Schulschließungen über Wochen oder gar Monate. 

Der Hamburger CDU-Chef Christoph Ploß hatte die Debatte ins Rollen gebracht und der „Bild“ gesagt: „Wir sollten darüber nachdenken, die Winterferien um zwei bis drei Wochen zu verlängern und im Sommer entsprechend zu kürzen.“ Sein Fraktionskollege Stephan Pilsinger (CSU) regte sogar bis zu vier Wochen längere Weihnachtsferien mit entsprechender Kürzung der Oster- und Sommerferien an.