Vorwurf der Forschungsblockade: Behrendt widerspricht

Wissenschaftsvertreter hatten behauptet, Dirk Behrendt (Grüne) würde aus Tierschutzgründen unter anderem Forschung zu Covid-19 verzögern.

Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne).
Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne).dpa/Jörg Carstensen

Berlin-Justiz- und Verbraucherschutzsenator Dirk Behrendt hat Vorwürfen von Wissenschaftsvertretern widersprochen, er blockiere aus Tierschutzgründen unter anderem Forschung zu Covid-19. „Den Vorwurf, die Neubesetzung der Tierversuchskommissionen zu blockieren, weise ich deutlich zurück“, sagte der Grünen-Politiker auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

In Zukunft werde es statt einer zwei solcher Kommissionen geben, die sich kommende Woche konstituierten und sich dann mit dringenden Anträge befassen könnten. Dort seien mehr Tierschützer vertreten als bisher, teilte Behrendt weiter mit.

Zuvor hatten Spitzenvertreter der deutschen Biomedizin in einem vom Tagesspiegel veröffentlichten Brief erklärt, es komme zu einer „erheblichen Verzögerung beantragter Forschungsvorhaben“. Grund sei, dass die Tierversuchskommission, die vor Experimenten mit lebenden Tieren angehört werden muss, seit Anfang September wegen der Frage der Neubesetzung mit mehr Tierschützern nicht tage.