Vorwurf: Grünen-Politiker instrumentalisiert Hochwasser für Wahlkampf

Grünen-Vize-Fraktionschef Konstantin von Notz hatte mit einem Tweet zu den Überschwemmungen einen Shitstorm ausgelöst. Der Politiker löschte den Eintrag nun. 

Konstantin von Notz, Vize-Fraktionschef der Grünen, macht mit den dramatischen Folgen der Überschwemmungen Wahlkampf, so der Vorwurf.
Konstantin von Notz, Vize-Fraktionschef der Grünen, macht mit den dramatischen Folgen der Überschwemmungen Wahlkampf, so der Vorwurf.Imago/Müller-Stauffenberg

Berlin-Grünen-Politiker Konstantin von Notz hat bei Twitter viel Kritik für seinen Kommentar zu einem dramatischen Foto von den aktuellen Überschwemmungen ausgelöst. Der Vize-Fraktionschef der Grünen hatte am späten Mittwochabend ein Foto veröffentlicht, das ein Auto zwischen Geröll und Wassermassen zeigt. Dazu schrieb er: „CDU: Kein Tempolimit! / FDP: Der Markt + synthetische Kraftstoffe regeln das / SPD: Can’t touch this: Kohle + Nordstream2 / Die Linke : Was’n jetzt mit Sahra? / Grüne: Klimaschutz Prio Stufe 1“.

Seine Worte lösten einen Shitstorm aus. Daraufhin löschte der Politiker am Donnerstagnachmittag den Tweet. Twitter-User hatten von Notz vorgeworfen, die Wetterkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz für den Wahlkampf zu instrumentalisieren.

In Kommentaren stimmten zwar viele zu, dass dringend etwas gegen den Klimawandel getan werden müsse, aber eben nicht mit Populismus. Viele kritisierten, dass solche Bemerkungen aufgrund der zahlreichen Opfer unangemessen und taktlos seien. 

Im Westen Deutschlands starben nach Dauerregen und Überflutungen bisher mindestens 42 Menschen. Mehrere Orte in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen wurden von den Wassermassen verwüstet, rund 70 Menschen werden noch vermisst, hieß es am Donnerstagmittag.