Catania - Der Vulkan Ätna auf der italienischen Insel Sizilien ist nach Dutzenden Ausbrüchen in diesem Jahr gewachsen. Über Jahrzehnte galt der Krater auf der Nordost-Seite als Gipfel des Vulkans, nun liegt der Südost-Krater höher, wie das Nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) am Dienstag mitteilte. Die Experten hatten Satellitenaufnahmen vom 13. und 25. Juli ausgewertet. Den höchsten Punkt des Ätna maßen sie bei 3357 Metern über dem Meeresspiegel. Es gebe jedoch eine Toleranz von plus oder minus drei Metern.

Seit Mitte Februar spuckt der Ätna immer wieder glühend heiße Lava und Asche. Ungefähr 50 Ausbrüche verzeichnete das INGV nach eigenen Angaben seitdem. Am Südost-Krater hätten sich dadurch Lava und Gesteinsmaterial abgelagert und den Berg wachsen lassen. Der „große Bruder“ auf der Nordost-Seite sei dagegen am Rand über die Jahre eingestürzt und deshalb kleiner geworden.

Die Vulkanausbrüche sorgen oft für ein imposantes Naturschauspiel. Verletzte oder größere Schäden dadurch sind sehr selten. Ab und zu muss der Flughafen der südlich gelegenen Großstadt Catania den Betrieb wegen der Rauchentwicklung oder Asche auf der Start- und Landebahn zeitweise einstellen. Das Donnern des Vulkans lässt im Umkreis teilweise Fenster und Türen zittern. Die herabregnende Asche bedeckt oft Straßen und Autos.