Jakarta - Der Ausbruch eines Vulkans hat im Osten Indonesiens auf der Insel Lembata einen Waldbrand ausgelöst. Die Versuche, das Feuer an den Hängen des Lewotolo zu löschen, seien bisher erfolglos verlaufen, sagte am Freitag ein Sprecher der nationalen Katastrophenschutzbehörde. Indonesien liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, in einem Gebiet, das für seismische Erschütterungen bekannt ist und die geologisch aktivste Zone der Erde darstellt. Das Land hat etwa 128 aktive Vulkane. 

Der Lewotolo hatte bei einer Eruption am Donnerstag eine 800 Meter hohe Aschewolke ausgestoßen, wie die Vulkanologiebehörde mitteilte: „Die Brandherde befinden sich in schwer zugänglichen und gefährlichen Gebieten, und die Ausrüstung zur Brandbekämpfung ist nicht ausreichend“, erklärte Abdul Muhari vom Katastrophenschutz. Unter anderem sei dort ein Löschhubschrauber im Einsatz. 

Im April waren Dutzende Menschen in der Nähe des 1423 Meter hohen Vulkans ums Leben gekommen. Damals hatte der Zyklon „Seroja“ mit heftigem Regen eine Lawine vulkanischen Materials ausgelöst, die naheliegende Dörfer unter sich begrub.