Berlin - Rund 70.000 Berliner Wahlberechtigte für die Wahlen der Seniorenvertretungen haben Post vom falschen Bezirksamt erhalten. Wie der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) berichtet, wurden im Vorfeld zu den Wahlen in drei Bezirken zahlreiche falsche Wahlunterlagen verschickt. Die Briefe müssen nun neu versendet werden. 

Betroffen sind rund 70.000 Wahlberechtigte in den Bezirken Friedrichshain-Kreuzberg, Pankow und Charlottenburg-Wilmersdorf. Verantwortlich für die Panne soll ein berlinweit beauftragtes IT-Dienstleistungsunternehmen sein. Zu einem fehlerhaften Versand personenbezogener Daten soll es allerdings nicht gekommen sein. 

Richtige Wahlunterlagen werden bald verschickt

Die Wahlen der Seniorenvertreter sollen vom 14. bis 18. März stattfinden. Die Seniorenvertretungen der Bezirke gehören zu den Gremien der Interessenvertretung für Menschen über 60 Jahre in Berlin. Sie setzen sich für gesellschaftliche Teilhabe und die Einbeziehung älterer Menschen im Bezirk ein.

Laut Bezirksamt Pankow sollen die Betroffenen in den kommenden Tagen die richtigen Wahlunterlagen per Post erhalten. „Wir bitten, dies zu entschuldigen“, heißt es weiter.

Bereits bei den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus, der Bundestagswahl und beim Volksentscheid im September 2021 kam es zu massiven Wahlpannen. Teilweise lagen nicht genug Wahlzettel vor, es bildeten sich lange Warteschlangen. Unter anderem der damalige Innensenator Andreas Geisel (SPD) und der Bundeswahlleiter legten Einspruch gegen die Wahlen in Berlin beziehungsweise Teile derselben ein.