Berlin - Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble befürchtet den Versuch der Einflussnahme aus dem Ausland auf den kommenden Wahlkampf und die Meinungsbildung für die Bundestagswahl. „Die Gefahr ist relativ groß“, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Wir wissen, was mit Fake News alles angestellt werden kann. Und wir wissen aus der Erfahrung zurückliegender Wahlen in anderen Ländern, dass hier ein richtiger Propagandakrieg geführt wird.“ 

Nicht immer sei genau klar, von wem die Angriffe kämen, sagte Schäuble. „Und die üblichen Verdächtigen weisen die Beschuldigungen ja immer auch zurück – selbst wenn es immer wieder relativ klare Spuren gibt.“

„Was mir konkret Sorgen macht, ist, dass es einen relativ großen Teil der Bevölkerung gibt, der zwar an sich gut integriert ist, aber sich – was legitim ist – teils oder überwiegend aus ausländischen Medien informiert“, erläuterte der Bundestagspräsident. 

Die nächste Bundestagswahl findet am 26. September statt. Der 78 Jahre alte Schäuble wird dabei wieder kandidieren.