Treuenbrietzen/Beelitz - Die Lage nach den Waldbränden am Wochenende in Treuenbrietzen und Beelitz (Kreis Potsdam-Mittelmark) hat sich am Donnerstag weiter stabilisiert. Die Feuer sind gelöscht, nun steht die weitere Beobachtung im Mittelpunkt. „In Treuenbrietzen sind noch etwa ein Dutzend Feuerwehrleute vor Ort“, sagte Landkreis-Sprecher Kai-Uwe Schwinzert auf Anfrage.

In Beelitz könne noch nicht von 100-prozentiger Entspannung die Rede sein, sagte Schwinzert. Vor Ort seien noch zwei Tanklöschzüge im Einsatz. Gefährlich könnten hier im Waldboden versteckte Glutnester werden. „Bei Wind können die leicht aufflammen und ein Feuer entfachen“, sagte Schwinzert.

Es werde damit gerechnet, dass zumindest die Waldbrandfläche von Treuenbrietzen am Freitagnachmittag an die privaten Eigentümer übergeben werden könne, sagte Schwinzert. Die seien dann für Brandwachen und vorbeugenden Brandschutz zuständig.

Aus Sicht von Thomas Weber, Vorsitzender des Verbandes privater Waldbesitzer, müssten Eigentümer und das Land sich mehr gemeinsam um vorbeugenden Brandschutz in Wäldern kümmern. „Ein Einzelner, der nur eine kleine Fläche besitzt, kann schwer sich allein darum kümmern“, sagte er auf Anfrage. Das überfordere finanziell.

Etwa 650.000 Hektar des insgesamt 1,1 Millionen Hektar großen Waldes in Brandenburg seien Privatwald in den Händen von etwa 100.000 Besitzern. „Privatleute sollten sich zusammenschließen“, empfahl Weber. Gemeinsam sei der Wald wirkungsvoller zu bewirtschaften, zu pflegen und zu bewahren.

Weiter höchste Waldbrand-Warnstufe in zwei Landkreisen

Aktuell herrscht im Land die höchste Waldbrandgefahrenstufe 5 in den Landkreisen Prignitz und Ostprignitz-Ruppin. Eine hohe Gefahr besteht danach in den Landkreisen Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße, Havelland, Oberhavel und Uckermark, im Rest des Landes eine mittlere Gefahr.

Der Waldbrand in Treuenbrietzen war am vergangenen Freitag ausgebrochen. Hunderte Feuerwehrleute, unterstützt von Soldaten der Bundeswehr, waren im Einsatz. Dann brannte es am Sonntag auch bei Beelitz. Jeweils etwa 200 Hektar standen in Flammen.