Rom - Die Regionalregierung von Sizilien hat wegen der Waldbrände auf der beliebten Urlaubsinsel für sechs Monate den Not- und Krisenfall erklärt. Seit Ende Juli brenne es auf Sizilien, und in den kommenden Wochen herrsche ein permanentes Risiko durch die außergewöhnliche Wetterlage auf Sizilien, begründete Regionalpräsident Nello Musumeci die Entscheidung am Sonnabend in einer Facebook-Nachricht.

Auf Sardinien meldete die Feuerwehr in der Provinz Oristano am Sonnabendvormittag einen Brand in einer Unterkunft für Touristen. Die Einsatzkräfte verhinderten nach eigenen Angaben, dass die Flammen auf die umliegende Vegetation übergriffen. Verletzte gab es demnach nicht. In Oristano an der Westküste der Ferieninsel wüteten unlängst zahlreiche Waldbrände und richteten enorme Schäden an.

Regionen in der Türkei und Griechenland von Bränden betroffen

In Italiens Süden herrschen derzeit Hitze und Trockenheit, die den Feuern immer wieder Vortrieb geben. Hinter vielen Bränden dürfte Brandstiftung stecken. Die Temperaturen liegen teils über 40 Grad Celsius. Der Landwirtschaftsverband Coldiretti sprach vom heißesten Sommer des Jahrzehnts. Sizilien, Kalabrien und Apulien waren zuletzt am stärksten von den Feuern betroffen. Die Feuerwehr meldete zwei Tote aus San Lorenzo an der italienischen Stiefelspitze, die Menschen kamen in den Flammen ums Leben.

Auch Regionen in der Türkei und in Griechenland in seit Wochen von starker Hitze und Waldbränden betroffen. In einem Touristenort in der Türkei musste ein ganzes Viertel evakuiert werden. Die jetzige Hitzewelle in Griechenland scheint an Intensität und Dauer alle bisherigen in den Schatten zu stellen, wie Meteorologen sagen. Derzeit spitzt sich die Lage bei Wind und enormer Trockenheit zu, etwa rund um Athen mit so berühmten Orten wie Marathon.