Trotz Trockenheit und böiger Winde entspannt sich die Lage im Waldbrandgebiet bei Treuenbrietzen weiter. Aktuell herrscht die höchste Waldbrandgefahrenstufe 5 nur noch im Landkreis Prignitz. Für den Landkreis Oder-Spree wurde eine geringe Gefahr ermittelt, für den Rest des Landes die Stufe 3 mit mittlerer Gefahr.

Auch in Beelitz entspannt sich die Lage nach Angaben der Stadt weiter. „Es sind nach wie vor viele Kräfte im Einsatz, um auch die letzten Glutnester und Gefahrenstellen des Waldbrandes zu beseitigen“, hieß es in einer Mitteilung. Sie gehören zu Feuerwehren, dem Technischen Hilfswerk (THW) und der Bundeswehr. Der Einsatz von Hubschraubern zur Brandbekämpfung sei nicht erforderlich.

Brandexperte: Jeder Bürger ein weiterer Feuermelder

Der Waldbrandschutzbeauftragte des Landes, Raimund Engel, lehnte unterdessen ein mögliches Begehungsverbot der Wälder ab. Das sei nicht notwendig, sagte er. Das könne man zwar machen, jeder Bürger sei aber ein weiterer Brand- oder Feuermelder, sagte Engel „rbb24 Brandenburg aktuell“. Als absolutes Tabu bezeichnete er von Autofahrern zugeparkte Waldwege, die dann nicht für Einsatzkräfte zugänglich seien. Er forderte zudem neue Löschwasserentnahmestellen, für die es nach seinen Angaben Fördermittel von Land, Bund und der Europäischen Union gibt.

Der Waldbrand in Treuenbrietzen war vergangenen Freitag ausgebrochen. Hunderte Feuerwehrleute, unterstützt von Soldaten der Bundeswehr, waren im Einsatz. Nur rund 20 Kilometer entfernt brannte es am Wochenende dann auch bei Beelitz. Jeweils etwa 200 Hektar standen in Flammen. Hunderte Menschen mussten vorsorglich ihre Häuser verlassen. Starke Regenfälle brachten am frühen Montagmorgen Entspannung.