Potsdam - Die Gefahr von Waldbränden in Brandenburg ist vor Pfingsten wieder deutlich gestiegen. Am Freitag brannte es auf drei Waldflächen, wie der Waldbrandschutzbeauftragte Raimund Engel der Deutschen Presse-Agentur berichtete. Betroffen war auch eine Kampfmittelverdachtsfläche bei Halbe (Dahme-Spreewald). Dort brannte es auf 800 Quadratmeter. Die Feuerwehren aus umliegenden Ortschaften konnten den Brand löschen. Zudem brannte es in Rädel bei Kloster Lehnin in Potsdam-Mittelmark am Rande eines Truppenübungsplatzes. Dort war die Feuerwehr der Bundeswehr im Einsatz. Über die Größe der Fläche lagen zunächst noch keine genauen Erkenntnisse vor. Bei einem dritten Brand loderte das Feuer bei Neubrück (Oder-Spree) auf fast einem Hektar Waldfläche. Auch in Biesenthal (Barnim) musste die Feuerwehr zu einem Waldbrand auf einer Fläche von 5000 Quadratmeter ausrücken.

Am Donnerstag hatte es auf 2500 Quadratmetern Waldfläche bei Massen (Elbe-Elster) und auf 500 Quadratmetern in Schwarzbach bei Ruhland (Oberspreewald-Lausitz) gebrannt.

Damit stieg die Zahl der Waldbrände im Land seit Beginn der Brandsaison auf über 150. Engel rechnete für das kommende Pfingstwochenende mit mittleren bis hohen Gefahrenstufen. „Die Niederschläge der vergangenen Tage haben nur kurzfristig Entspannung gebracht“, sagte der Experte. Wind habe dafür gesorgt, dass die Feuchtigkeit dem Boden entzogen wurde.

Nach Angaben des Brandenburger Umweltministeriums vom Freitagmorgen galt für sieben Landkreise die Gefahrenstufe 2, für sechs Kreise die mittlere Gefahrenstufe 3 und für das Havelland die zweithöchste Stufe (4). Engel rechnet für die kommenden Tage landesweit mit höheren Gefahrenstufen.

Engel appellierte an Ausflügler zu Pfingsten, das strikte Rauchverbot im Wald einzuhalten und beim Grillen den gesetzlich vorgeschriebenen 50-Meter-Abstand zum Wald einzuhalten. Bei Wanderungen im Wald sollten alle, die im Auto kommen, ihren Wagen weit außerhalb abstellen. „Wer mit dem Auto in Waldwege hineinfährt oder Zufahren blockiert, erhält ein Knöllchen von der Forstbehörde“, mahnte der Waldbrandschutzbeauftragte.