Berlin - Lehrkräfte von 28 Berliner Schulen haben am Mittwoch ihre Arbeit niedergelegt. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatte zu dem Warnstreik aufgerufen, an dem sich nach eigenen Angaben etwa 500 Lehrkräfte beteiligten. Während des Warnstreiks fand eine Fahrraddemonstration statt, zu der nach Angaben eines Polizeisprechers rund 400 Teilnehmer angemeldet waren.

Die Gewerkschaft fordert, in einem Tarifvertrag eine Verkleinerung der Klassen festzuschreiben. Lehrkräfte würden so durch weniger Lärm, weniger Vor- und Nachbereitung und weniger Korrekturaufwand entlastet. Bereits im Juni wurden laut GEW die zuständigen Senatoren aufgefordert, Tarifverhandlungen über einen Tarifvertrag Gesundheitsschutz aufzunehmen, die der Finanzsenator abgelehnt habe. Aus dem Grund sei der Warnstreik der nächste Schritt gewesen, um auf den Arbeitgeber Druck auszuüben, heißt es.

„Wir hoffen, dass die Gesprächsbereitschaft jetzt vorhanden ist“, sagte der Sprecher der GEW, Markus Hanisch. Die Corona-Pandemie sei eine riesige Belastung für die Familien gewesen, weshalb die GEW nur wenige Schulen zum Warnstreik aufgerufen hatte. Sollte die Blockadehaltung allerdings weiterhin gegeben sein, könnte die Gewerkschaft zu weiteren Warnstreiks an noch mehr Schulen aufrufen.