Warschauer Brücke: Polizei verhindert offenbar Messerstecherei

Mindestens neun Menschen gerieten an der Warschauer Brücke in einen Streit. Einer von ihnen hielt ein Messer. Die Polizei drohte, zu schießen.

Die Beteiligten werden unter der Warschauer Brücke festgenommen.
Die Beteiligten werden unter der Warschauer Brücke festgenommen.Morris Pudwell

Unter der Warschauer Brücke (Tamara-Danz-Straße) in Berlin-Friedrichshain sind am Freitagabend mehrere Menschen in einen Streit geraten, der die Polizei auf den Plan rief. Ersten Erkenntnissen nach waren mindestens neun Personen an der Auseinandersetzung beteiligt.

Ein ziviler Polizist beobachtete, wie ein 20-jähriger Mann aus der Gruppe ein Messer angriffsbereit hinter dem Rücken hielt und einem 24-Jährigen hinterlief. Sofort gaben sich die Kräfte der Berliner Polizei zu erkennen, zogen ihre Dienstwaffen und drohten lautstark mit Schusswaffengebrauch, sollte nicht sofort das Messer fallen gelassen werden. Der Mann mit dem Messer und die anderen Beteiligten wurden festgenommen. Ein Jagdmesser mit einer 11,5 Zentimeter langen Klinge und ein Klappmesser wurden sichergestellt. Es wird wegen Bedrohung ermittelt.

Ein alkoholisierter Jugendlicher, der bei dem Streit ebenfalls anwesend war und dessen Identität geklärt werden musste, leistete während der polizeilichen Maßnahmen Widerstand und beleidigte die Polizisten mehrfach. Gegen den 16-Jährigen wurden Ermittlungen wegen Widerstands und Beleidigung eingeleitet. Er wurde noch in der Nacht seiner Mutter übergeben.